Planung eines Freibads

Neben baurechtlichen Vorschriften gilt es bei der Planung eines Freibads Faktoren wie Wind, Sonne, Baugrund und Entfernung zum Haus zu berücksichtigen.

Baurecht

Private Freibäder und Swimming Pools im Freien stuft die Baunutzungsordnung in Deutschland in der Kategorie der so genannten Nebenanlagen ein, die üblicherweise in allen Baugebieten erlaubt sind. Wenn das Schwimmbecken ein Volumen von weniger als 100 m 3 aufweist und mindestens 3 m von der Grundstücksgrenze entfernt liegt, wird keine Baugenehmigung benötigt. Unter Umständen kann es je nach Wohnort dazu zusätzliche Bestimmungen geben, weshalb man sich beim zustänigen Bauamt erkundigen sollte. Hat das Schwimbecken ein Volumen von mehr als 100 m 3, wird ein Bauantrag mit

  • statischen Berechnungen,
  • Baubeschreibung,
  • Lageplan und
  • Bauzeichnung

benötigt. Eventuell fordert die jeweilige Baubehörde einen statischen Nachweis unabhängig von der Größe des Pools. Ein Statik sollte deshalb bestehen.

Standort

Die Lage des Schwimmbads richtet sich nach den örtlichen Gegenbenheiten, da sie den Betrieb des Pools mit Beheizung und Wasseraufbereitung beeinflussen. Bei der Wahl des Standortes sollte man Faktoren wie Wind, Bepflanzung, Sonne, Sicht- und Windschutz, Untergrund sowie Entfernung zum Haus berücksichtigen.

  • Wind: Damit die Oberflächenreinigung und Wasserströmung des Becken unterstützt wird, sollte die Hauptwindrichtung parallel zur Längsachse des Swimming Pools liegen. Starker Wind, insbesondere nachts, führt durch Verdunstung zur Wasserabkühlung. Da außerdem mit dem Wind Blätter und Insekten in das Becken hineingeweht werden, sollte man das Freibad dagegen abschirmen.
  • Bepflanzung: Im Boden können Baumwurzeln den Beckenkörper beschädigen. Zudem verschmutzen Blätter und Äste von Sträuchern, Hecken und Bäumen das Beckenwasser, weshalb bei Pflanzen auf ausreichend Abstand zum Pool geachtet werden sollte. Damit die Sonneneinstrahlung und damit Erwärmung des Wassers nicht behindert wird, sollten West- und Südseite des Schwimmbads frei von hohen Pflanzen sein.
  • Sonne: Die Sonne sollte möglichst ungehindert die Wasseroberfläche bestrahlen und dadurch das Becken wärmen. Das Haus oder Bäume sollten keinen Schattenauf den Pool werfen. Denken Sie bei der Wahl des Standortes auch an eine windgeschütze Liegefläche zum Sonnenbaden.
  • Sicht- und Windschutz: Nicht jeder will sich und seinen Pool der Öffentlichkeit präsentieren. Vor neugierigen Blicken schützen Sie sich mit Konstruktionen aus korrosionsgeschützem Metall oder druckimprägniertem Holz, die nach dem Baden auch den Wind abhalten.
  • Untergrund: Achten Sie beim Beckenstandort darauf, dass der Baugrund setzungssicher und tragfähig ist. Die Belastung setzt sich aus dem Gewicht von Beckensohle, -körper und Wasserfüllung von etwa 1,5 t pro m 2 bei einer Höhe von 1,5 m zusammen. Vermeiden Sie bei der Standortwahl Geländevertiefungen, da sonst Oberflächenwasser in den Pool läuft. Um Wärmeverlust vorzubeugen, soll das Becken nicht im Grundwasser stehen. Versehen Sie das Freibad mit einem Umgang aus rutschfesten Platten, die minstesten 60 cm breit sind.
  • Technikschacht/-raum: Die zugehörige Schwimmbadtechnik für die Wasseraufbereitung benötogt Platz. Ein gut begehbarer Raum hat gegenüber einem Schacht den Vorteil, dass er leichter kontrollierbar ist. Am besten ist die Lage im Haus, damit er gegen Feuchtigkeit geschützt ist. Alle Leitungen außerhalb des Hauses und das Becken sollten leicht entleerbar sein.
  • Entfernung zum Haus: Ein Standort in der Nähe des Hauses hat mehrere Vorteile. Sie können Kinder gut beobachten und haben Platz für den Technikschacht oder -raum. Dadurch sind die Versorgungsleitung kurz und kostengünstig. Bei der richtigen Standortwahl sorgt das Haus sorgt für Windschutz, bietet eine Umkleidemöglichkeit und der Weg zum Swimming Pool ist kurz.