Badespaß drinnen und draußen

Das Edelstahlbecken ist zugleich Innen- und Außenpool. Für die großzügige Wellnessanlage wurde das gesamte Haus neu unterkellert. Trotz Luxusausstattung spielt das Thema Energie sparen eine Rolle.

Das Haus liegt idyllisch in den Bergen. © Polenz

Das Haus liegt idyllisch in den Bergen. © Polenz

Fasziniert von der Aufgabe war er, erzählt Schwimmbadbauer Jürgen Polenz. Der Bauherr wollte einen Wellnessbereich mit Swimmingpool und zwar einen aus Edelstahl vom Fachmann. Das besondere daran: Das Becken soll sowohl als Innen- als auch als Außenpool dienen. “Der Kunde will Badespass im Sommer wie im Winter”, erläutert Polenz. Und die sind kalt und schneereich auf 2000 Meter Höhe in den französischen Alpen des Nobelskiortes Courchevel. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Der Swimmingpool ist im Innenbereich 6 auf 6 Meter groß, nach außen erweitert er sich auf acht auf sechs Meter. Eine sechs Meter lange nahezu rahmenlose Glasscheibe über die gesamte Beckenbreite ermöglicht den Blick nach draußen auf das Alpenpanorama. Dadurch wirkt das Kellergeschoss luftiger. Im geöffneten Zustand verschwindet die Scheibe in der Decke, so dass man problemlos nach draußen schwimmen kann. Unter Wasser bildet ein im Boden versenkbares Stahlgewebe das Gegenstück. “Es sorgt für einen permanenten Wasseraustausch, verhindert aber ein unerwünschtes hinein schwimmen”, so Polenz.

Bildergalerie: Die fertige Poolanlage
Innenpool mit Blick durch Schleuse ´

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Der Spa-Bereich mit Pool, Saunen, Dampfsauna und Fitnessraum nimmt das gesamte Kellergeschoss des Anwesens ein. Den Boden bedeckt ein gebrochener Naturschiefer, der mit seiner dunklen Farbe einen Kontrast zum ansonsten hell gehaltenen Raum bildet. Damit der Beckenbereich größer wirkt, sind die Wände aus Glas. Den luxuriösen Eindruck verstärken die Säulen aus hochwertigem V4A-Edelstahl, die aber auch eine praktische Funktion haben. So stützen die beiden Pfeiler an der Glasfront das Gebäude und dienen als Führung für die bewegliche Scheibe. Eine weitere Säule im Innenbereich beherbergt das Gebläse für die Sprudelsitze.

Denn als Attraktion befinden sich 14 dieser Sitze an den Seitenwänden des Swimmingpools, integriert in eine Sitzbank aus Edelstahl. Vom Becken aus lässt sich der Mechanismus starten. Etwas entfernt vom Haus liegt ein Whirlpool unterschiedlich beleuchtet achteckiger Whirlpool. Genau wie das Schwimmbecken ist er aus Edelstahl gefertigt. Damit er sich in die alpenländische Umgebung einfügt, ist er mit Holz im Stil eines Holzfasses verkleidet und mit einer Ofenattrappe versehen. Besonders nachts bietet er ein besonderes Erlebnis, denn in ihm befinden sich LED-Leuchten. Die sind einzeln steuerbar und per Knopfdruck können so die unterschiedlichsten Stimmungen erzeugt werden.

Der Bau

Um das Edelstahlbecken samt Technik in das Chalet zu integrieren, waren umfangreiche Baumaßnahmen nötig. So musste zuerst ein Kellergeschoss sieben Meter tief in den Felsen geschlagen werden und das Haus auf neue Fundamente gestellt werden. Rund ein Jahr betrug die Bauzeit für die gesamte Anlage. Polenz: “Um Zeit zu sparen, haben wir den Pool in zwei Hälften aus Deutschland her transportiert.”

Bildergalerie: Bau der Schwimmbadanlage
Blick auf Baustelle der Beckengrube

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Vor Ort wurde der der Swimmingpool auf eine Stahlunterkonstruktion gesetzt. Das Becken selbst besteht wie bei Polenz üblich aus einer Stahlunterkonstruktion für Edelstahlbecken. Dieser Rahmen wird dann mit drei bis vier Millimeter dicken Edelstahlblechen in Maximalgröße belegt. Dadurch entstehen wenige Schweißnähte, was das Erscheinungsbild und die Statik des Pools optimiert. Beulen können so kaum entstehen. Auch bei einem luxuriösen Projekt wie diesem geht es im täglichen Betrieb darum Energie zu sparen. Als Wärmedämmung umgibt das Becken ein weicher Schaum aus Celloform. Um den Pool herum wurde außerdem ein Abstand von 80 Zentimetern zu Wänden und Boden gelassen. Das Luftpolster dämmt zusätzlich und das Becken ist für Inspektionen von allen Seiten zugänglich. Wenn der Außenpool nicht benutzt wird, hält eine Schwimmbadabdeckung die Wärme im Wasser. Bei rund 32 Grad Wassertemperatur genießt der Bauherr nun seinen Swimmingpool mit Panoramablick.

Technik

Der Technikraum beherbergt die Wasseraufbereitung von Ospa - zwei getrennte Chlorozonanlagen säubern Pool- und Whirlpoolwasser. © Polenz

Der Technikraum beherbergt die Wasseraufbereitung von Ospa - zwei getrennte Chlorozonanlagen säubern Pool- und Whirlpoolwasser. © Polenz

Für sauberes Wasser sorgen ein Aktivkohlefilter und eine Chlorozonanlage von Ospa. Zwei getrennte Anlagen reinigen und desinfizieren das Wasser im Schwimmbecken und Whirlpool. Vollautomatisch misst und regelt die Schwimmbadsteuerung BlueControl Wasserwerte wie Temperatur, Chlor und pH-Wert. Über einen Bildschirm lassen sich die aktuellen Werte abrufen und per Fingertipp einstellen.